Ausgestellt:
ASA Summerschool
Exhibit Eschenbachgasse
2025
Eine textile Collage aus hängenden, handgenähten Polstern, bedruckten Stoffen und verflochtenen Kordeln bildet den Kern der Arbeit. Sie zeigt Algenformen, wie ich sie bei Ebbe an Felsen entdeckt habe: schimmernd, anhaftend, ineinander verwoben. Diese organischen Strukturen wurden auf unterschiedliche Textilien gedruckt – Satin, Baumwolle und Orthalion – deren jeweilige Oberflächen das Licht verschieden reflektieren: matt, glatt, wasserabweisend oder glänzend. 
So entsteht ein Spiel aus Bild, Material und Wahrnehmung. Da Textilien unseren Alltag permanent begleiten, lesen wir ihre Haptik bereits mit den Augen. Die Arbeit trägt dadurch eine zusätzliche, körperliche Dimension: Wir sehen nicht nur Algen, wir „fühlen“ sie mit. Ausgangspunkt des Projekts waren die Kordeln, die sich wie eigenständige Organismen in den Raum ausbreiten. Sie hängen und verflechten sich wie Tentakel oder Seetang im Meer, halten die Polster in der Schwebe und verbinden die einzelnen Elemente zu einem lebendigen Gefüge. 
Die Faszination für diese Formen geht auf eine Reise nach Island zurück, dessen einzigartiges Biom diese Arbeit geprägt hat.
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