Skulptur aus
Draht, Glasperlen und Plastik
2026
Ausgehend von der Beobachtung einer winterlichen Landschaft wurde eine gefrorene Kuhtränke zum Ausgangspunkt meiner Installation. 
Das Eis verwandelte das Alltägliche in eine beinahe sakrale Erscheinung: Es wuchs, durchdrang den Zaun und bildete ein dichtes Geflecht aus erstarrtem Wasser, das zugleich Bewegung und Stillstand in sich trägt. 
Über der Arbeit thront eine Quelle, aus der blau-weiße Stränge wie gefrorene Wasserfälle herabhängen. Ihre Schönheit steht in Spannung zu ihrer Schärfe und Bedrohlichkeit. Diese Ambivalenz setzt sich im Zaun und im Stacheldraht fort, der aus mit Perlen besetzt Drähten besteht: Aus der Ferne wirkt er abweisend, aus der Nähe handwerklich und weich. 
Die Absperrung verweist auf Fragen von Zugang und Ausschluss, insbesondere im Hinblick auf Wasser als Ressource. Hier beziehe ich mich auf Ghana, wo Wasserknappheit und der Verkauf von  Wassersachets durch Konzerne wie Nestlé ökologische und soziale Folgen haben. Die Installation besteht aus Draht, Plastik und Perlen. Die geflochtenen Plastikkordeln, die Eiszapfen bilden, wurden aus gesammelten Wassersachets gefertigt und tragen so ihre eigene Geschichte in sich.
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